Pressemitteilung: zu den aktuellen Streikmaßnahmen in der Luftsicherheit

Die Gewerkschaft DGLVS empfiehlt ihren Mitgliedern sich den morgigen Streiks der Gewerkschaft ver.di nicht anzuschließen.

Wir wissen dass dies ein ungewöhnliches Verhalten ist, wir sind jedoch der Auffassung, dass die Dauer für einen Warnstreik völlig überzogen ist. Abgesehen davon, liegt mit dem 23.01.19 bereits ein Termin für die weiteren Verhandlungen vor, so dass hier einzig eine unnötige Eskalation provoziert wird.

Wir sind nicht gegen längerfristige Arbeitskampfmaßnahmen, diese werden wir nach dem Scheitern der Verhandlungen, in einer Urabstimmung ggf. auch  mittragen. Wir beteiligen uns aber nicht an der Beugung demokratischer Grundrechte.

Bei einem Warnstreik der über den ganzen Tag geht fragen wir uns welche Steigerungsmöglichkeiten danach noch kommen sollen? Warnstreiks sind ein Mittel der kurzfristigen Arbeitsniederlegung um die Bereitschaft und Entschlossenheit der Arbeitnehmer zu demonstrieren, nicht um die Urabstimmung zu umgehen.

Wir wollen das für die Kollegen bestmögliche Ergebnis, einen derartigen Unfrieden vom Zaun zu brechen sehen wir jedoch nicht als zielführend an.

ver.di torpediert die Verhandlungen damit ohne Not bereits im Vorfeld.

Dennoch stellen wir es unseren Mitgliedern frei wie sie sich morgen im Einzelfall verhalten, wir wissen um den Druck in der Belegschaft.

Unsere Forderungen auf einen Blick:

  • Wir fordern ein bundeseinheitliches Lohnniveau.
  • Wir fordern einen anerkannten Ausbildungsberuf im Sicherheitsgewerbe als Zugangsvoraussetzung für die Schulungen gemäß §§ 5, 8, 9 LuftSiG.
  • Wir fordern Vollzeitverträge als Grundlage für alle Beschäftigten.
  • Ein tragfähiges Konzept der betrieblichen Altersvorsorge.

 

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.